Kallirroi Ioannidou – Galvanizing memories
Kallmann-Preis der Kreissparkasse 2025
1. März bis 14. Juni 2026
So., 1. März, 15 Uhr

Kallirroi Ioannidou: Sipping the last drop, 2025, Öl und Tusche auf Baumwolle, 120 x 100 cm
Ein zentrales Element in der Arbeit der Malerin und Zeichnerin Kallirroi Ioannidou (*1986 in Stuttgart, lebt und arbeitet in Berlin) ist die Auseinandersetzung mit den Absurditäten und Ambivalenzen des Lebens, die die Komplexität und Widersprüchlichkeit des menschlichen Daseins widerspiegeln. Tiere spielen dabei eine entscheidende Rolle. Sie sind Symbol für die Verbundenheit mit der Natur, stehen für das Ursprüngliche und Instinkt, für das Pure, Verletzlichkeit und Verlust.
Für ihre Ausstellung „Galvanizing Memories“ schafft Ioannidou zwei Wandmalereien einer Katze und eines Vogels, die sie mit Gemälden und Objekten zu raumgreifenden Arrangements verbindet. Die einzelnen Werke treten darin sowohl auf motivischer wie auf ästhetischer Ebene vielfach zueinander in Beziehung und spannen ein komplexes Geflecht von Verbindungen auf, das erzählerische, teils filmische Züge trägt. Kallirroi Ioannidou nähert sich dabei auf humorvolle, tragikomische Weise Situationen des Lebens, die Menschen und Tiere teilen und in denen sich die Grenzen zwischen den Wesen aufzulösen scheinen. Sie zeigt Körper, die wir nicht immer zuordnen können, schafft absurde Verflechtungen, Verschmelzungen, Verrenkungen und Verwandlungen und präsentiert dabei Tiere als ein Gegenüber, das über das menschliche Dasein erzählt. Die Körper stellt Ioannidou oft in einer reduzierten, einfachen Formensprache dar, arbeitet aber zugleich malerisch mit verschiedenen Texturen, Schichten, Farben und Oberflächenstrukturen, wodurch die Bilder eine ganz eigene ästhetische Qualität erhalten.
Mit freundlicher Unterstützung von:
