Kallmann-Preis der Kreissparkasse 2025 – Javkhlan Ariunbold

Shortlist: Kallirroi Ioannidou und Jonas Brinker

1. März – 21. Juni 2026
Eröffnung: So., 1. März, 15 Uhr

Javkhlan Ariunbold: Wind Horse, 2026, Öl auf Holz, 30 x 50 cm

Die mongolische Malerin und Videokünstlerin Javkhlan Ariunbold (*1990 in Ulaanbaatar, lebt und arbeitet in Köln) bezieht sich in ihrer Kunst auf Mythen und Sagen ihrer Heimat, in denen Naturgottheiten und heilige Wesen, oft in Tiergestalt, eine zentrale Rolle spielen. „Manggus“, der Titel ihrer Ausstellung im Kallmann-Museum, bedeutet aus dem Mongolischen übersetzt „Monster“ und beschreibt eine geheimnisvolle Figur, die das Böse personifiziert. Wir alle kennen sie aus Märchen und Mythen, und auch in den Erzählungen der Eltern und Großeltern von Javkhlan Ariunbold hat sie eine wichtige Rolle gespielt.

Für Ismaning schafft Ariunbold eine über mehrere Räume angelegte Installation aus Gemälden, Videos und raumgreifenden, farbigen Wandzeichnungen, mit denen sie uns in die mythische Welt ihrer früheren Heimat Mongolei mitnimmt. Thematisch bezieht sich die Ausstellung vor allem auf das Märchen „The Story of Galav“, das über Jahrhunderte von Märchenerzählern weitergegeben und 1977 erstmals niedergeschrieben wurde. Es geht darin um die Erschaffung des Universums.

Die Bilder der Ausstellung „Manggus“ verknüpfen die Oberwelt der Götter, die Mittelwelt der Menschen und Tiere und die Unterwelt der Geister zu einer eindrucksvollen künstlerischen Begegnung mit dem Ursprung der Welt sowie dem Kampf des Bösen gegen den Menschen. Mit ihren rätselhaften Gestalten greift Ariunbold dabei die Formen- und Ornamentsprache zentralasiatischer Kulturen auf und bezieht sich teils direkt auf mongolische Malereien des 18. und 19. Jahrhunderts.

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