Joachim Jung – Bildnisse · Punkte – Streifen
20. September 2025 – 11. Januar 2026
Eröffnung: Fr., 19. September, 18 Uhr
Galerie im Schlosspavillon

Joachim Jung, Selbstportrait als Kind, 2024, Aquarell, 41,5 × 42 cm
Die Galerie im Schlosspavillon zeigt ab 20. September die Ausstellung „Joachim Jung – Bildnisse · Punkte – Streifen“. Jung, dessen Arbeiten bereits mit unterschiedlichen Schwerpunkten in Ismaning zu sehen waren, ist Maler und Spurensucher. Er erforscht die Lebensgeschichten von historischen Persönlichkeiten wie Maler*innen, Schriftsteller*innen oder Wissenschaftler*innen und entwickelt daraus vielschichtige Serien und Zyklen. In seinem neuesten Projekt, das im Schlosspavillon erstmals präsentiert wird, setzt er sich auf poetische Weise autobiographisch mit seiner eigenen Kindheit und Jugend auseinander.
Ausgangspunkt von Joachim Jungs neuem Zyklus ist eine Wolldecke in seinem Kinderzimmer, deren Streifen- und Punktemuster ihm besonders gut gefiel und die er immer noch besitzt. Schon als Kind näherte sich Jung seiner Umwelt und seiner Gedankenwelt zeichnerisch an, versuchte, alles, was sichtbar und vorstellbar war, mit Papier und Stiften erscheinen zu lassen und sich so die Welt zeichnerisch zu erschließen. Tieren und deren unterschiedlichen Farben, Formen und Mustern kam dabei eine besondere Bedeutung zu.
Das Zeichnen hat sich Joachim Jung als Künstler bewahrt. Nun nähert er sich erstmals seiner eigenen Biographie an, ausgehend von seinen Erinnerungen, von Gegenständen aus seiner Kindheit und Jugend sowie von alten Fotografien, die ihn im Bett in seinem Kinderzimmer zeigen. In seinem Zyklus verschränkt er dabei verschiedene Zeit- und formale Ebenen. So evoziert er zum einen eine Erzählung, die ihn etwa als Zeichner in unterschiedlichen Lebensaltern zeigt, beim Spielen oder mit verschiedenen Tieren und die damit im Ansatz einen Lebenslauf erzählt. Zum anderen kehren bestimmte formale Elemente wie Streifen und Punkte in unterschiedlichen Kontexten wieder, die dabei wie Bildelemente der Konkreten Kunst erscheinen, die unabhängig von der Erzählung wirken, aber dennoch Teil der gegenständlichen Welt sind.
So entfaltet Joachim Jung ein vielschichtiges Spiel von Gegenwart und Gedächtnis, Selbstporträts und Tierbildnissen sowie von formalen Elementen wie Streifen und Punkten.
